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05.04.2005

"Winterakademie"

Der Kreis der Teilnehmer zum letzten Seminar der „Winterakademie" vergrößerte sich deutlich gegenüber den bisherigen Veranstaltungen. „Ja für Gera" e. V., sonst mit dieser Reihe gemeinsam mit Herrn Dr. Kielstein im Haus Schulenburg vertreten, hatte vorausschauend einen Saal im  Hotel „Courtyard by Marriott Gera";reserviert. Und das war auch gut so, denn letztendlich mussten noch zusätzliche Stühle gestellt werden, um allen Zuhörern Platz zu bieten.

„Gute Wochenmärkte bieten Chancen für eine ausstrahlende Belebung der City";.

Die Referentin Frau Kathrin Rieger-Genennig durfte man da mit ihren Studien im Auftrag des Deutschen Seminars für Städtebau und Wirtschaft getrost als Autorität betrachten

Aktuelle Trends, objektive Erfordernisse und Erfolgskriterien von Wochenmärkten, unter diesem Thema standen ihre Ausführungen.

Sie bot den Gästen eine fast einstündige Lektion in Sachen Methodik für Marketing rund um das Geschehen auf zentralen Plätzen der Innenstädte, über europaweite Trends zur Wiederkehr anregender Wochenmärkte mit Flair und das Spannungsfeld zwischen Tradition und Akzeptanz.

Der Wirtschaftszweig Markthandel bringt in Europa etwa eine Million kleiner Unternehmer an die Stände. Anteilig bedeutet das in Italien vergleichsweise 20 Prozent des Umsatzes, in den neuen deutschen Bundesländern bei 3 Prozent. Hier, so die Vortragende, folgte dem Boom in der Wendezeit seit 1999 ein Rückgang an Markttagen.

Die nunmehrige Erfolgsgrundlage seien passende Markttypen. Die aber gibt’s da, wo Verwaltungsmitarbeiter für die Märkte nicht nur Aufgaben als Hausmeister, Ordnungshüter und Kassierer lösen oder private Initiatoren auf Charakter in ihrer Erlebniswelt achten.

Händlerzahl, Standanordnung, Blickfänge, Gerüche, Geräusche, Hygiene, Stammhändleranteil oder auch Aktionen, wie sie in den beiden letzten Jahren z.B. durch das Wochemarkt-Entertainment-Konzept des Vereins „Ja "Gera"; e. V. an den Samstagen verstärkt wurden, wollen bedacht und gelenkt sein.

Bei den vom DSSW untersuchten 207 Marktorganisatoren in Städten mit etwa 20.000 bis 50.000 Einwohnern registrierte man bei ansprechendem Treiben durchschnittlich 2000 angelockte Besucher. Da werfen Sortimentsentwicklung oder Umfeldgestaltung auch schnell Fragen nach Verbindungen mit Tourismusüberlegungen auf.

Zum allgemeinen Vergleich: Vier Fünftel der analysierten Städte vermarkten ihre Märkte nicht.

Kontaktpflege zu beliebten Direktvermarktern, Gewinnung von neuen Händlern, die Einbeziehung von Markthändlern in das City-Management "alles das und noch vieles mehr sind Fragen, mit denen man sich näher befassen muß, wenn der Wochenmarkt künftig zum Erfolgsfaktor werden soll.



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