
02.06.2008
Junge Stadtführer gibt es seit 25 Jahren in Gera
Als Geras Rathausturmam 1. Mai 1990 erstmals zum Blick von oben auf die Stadt einlud,standen die Besucher Schlange. Mehr als 800 wollten die Gelegenheit nutzen und den Turm besteigen, erinnert sich Horst Polter, Vorsitzender des Vereins Junge Stadtführer „Per pedes“. Sie hatten mit Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters zur Stadtbesichtigung aus luftiger Höhe eingeladen.
Die erstmalige Öffnung des Rathausturmes war einer der Höhepunkte in der mittlerweile 25- jährigen Geschichte der Jungen Stadtführer in Gera. Ihren Ursprung hatte die Sicht junger Geraer auf ihre Heimatstadt für heimische und auswärtige Gäste in einer Freizeit-Arbeitsgemeinschaft.
Mit Jens, einem 13-Jährigen, führte erstmals ein Jugendlicher Gäste durch die Stadt. Seitdem wurden Kinder und Jugendliche regelmäßig in der AG weitergebildet. Die hatte sich so gut entwickelt, dass sie im Jahr 1986 zum zentralen Fest des Lernens in der DDR nach Berlin eingeladen wurde. Im Jahr 1987, als die Stadt Gera ihr 750-jähriges Bestehen feierte, gaben die Jungen Stadtführer zu diesem Anlass das Heimatbuch „Ich leb’ so gern in meiner Stadt“ heraus, das sogar im Schulunterricht Verwendung fand. Nach der Wende hatten es Geras junge Stadtführer geschafft, zusammenzubleiben und am 1. September 1994 den Verein „Per pedes“ zu gründen.
Im Jahr 1999 erhielt „Per Pedes“ vom Oberbürgermeister den symbolischen Schlüssel für den Fuchsturm, um ihn aus Ausflugsziel zu betreuen.
An die 100 jungen Stadtführer hat es in dem Vierteljahrhundert in Gera gegeben, die mehr als 50 000 Gästen Gera vorstellten.
Führungen für ausländische Gäste in englischer Sprache gehören ebenso zum Programm wie Besichtigungen für Kindergartenkinder, geführt von Grundschülern.
Auch über die Grenzen Geras hinaus werben die jungen Vereinsmitglieder für ihre Stadt − etwa auf den Deutschen Jugendhilfetagen wie im Juni in Essen oder bei den Bundestreffen junger Stadtführer. Das erste hatten die Geraer im Jahr 2002 ausgerichtet und damals Vertreter aus vier Städten zu Gast.
Entstanden ist ein Netzwerk, das sich weiter vergrößert hat. Im Jahr 2003 wurde „Per pedes“ mit dem Heinz- Westphal-Preis des Deutschen Bundesjugendrings geehrt. Das Stadtmuseum und der Stadtjugendring gehören zu den ständigen Partnern der Jungen Stadtführer „Per pedes“.


Quelle: OTZ Gera
Weitere News
www.gera.de
www.esf-thueringen.de